Wer seinen Nachwuchs sicher mit dem Fahrrad transportieren will, sollte sich zunächst über die Vorzüge der verschiedenen Möglichkeiten kundig machen. Dabei kommt es vor Allem auf die Tauglichkeit der Modelle im Alltag und in der Praxis an. Sicherheit hat bei der Ausstattung mit einem Fahrradanhänger oder Fahrradkindersitz oberste Priorität.
Eltern, die in der Stadt mit dem Fahrrad unterwegs sind und das Vehikel jeden Morgen eine Kellertreppe hinauf oder ein enges Treppenhaus hinab tragen müssen, sollten sich den Umstand mit einem Anhänger zweimal überlegen. Ein Sitz kann in diesem Fall sehr leicht gehandhabt werden und ist schneller montiert und abgenommen. Hierbei ist jedoch insbesondere auf die richtige Positionierung zu achten, dafür sollte zunächst das Fahrrad gecheckt werden.
Wer mit mehr als einem Kind unterwegs sein will, sollte aber auf zwei Sitze auf einem Rad der Sicherheit halber verzichten. Das Fahrverhalten wird so sehr eingeschränkt und ein labiles Fahrrad ist nicht verkehrstauglich genug, um mit Kindern zu fahren. Für Radler mit Garage oder Unterstand bietet sich hier ganz klar der Fahrradanhänger an. Diese Alternative bietet mehr Einsatzmöglichkeiten und kann auch mit zwei kleinen Kindern genutzt werden.
Gerade für Fahrradtouren ist die Ausstattung mit einem geeigneten Fahrradanhänger von Vorteil. In der Stadt kommt hier jedoch wieder die Komponente hinzu, dass Kinder den Abgasen auf gleicher Höhe stärker ausgesetzt sind. Entgegen vieler Meinungen von Eltern ist der Anhänger die sicherere Variante zum gemeinsamen Radfahren. Hier ist laut dem Allianz-Zentrum für Technik (AZT) ein weitaus geringeres Gefahrenpotential gegeben. Und das Wohl des Kindes sollte im Vordergrund stehen.
Quelle: kinderfahrradladen.de
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Kindersitz und Fahrradanhänger - diese Möglichkeiten gibt es, um den Nachwuchs beim Radfahren mitzunehmen. Für längere Ausflüge bieten sich Anhänger an.
Kindersitze eignen sich für kurze Strecken und im Stadtverkehr. 'Sowohl Kindersitze als auch Anhänger beeinflussen die Fahreigenschaften des Rads', sagt Experte Rainer Grünbaum, der bei TÜV Rheinland LGA Sicherheitsprüfungen für Fahrräder und Zubehör zum GS-Zeichen (geprüfte Sicherheit) durchführt. Es empfiehlt sich deshalb, diese veränderten Fahreigenschaften zunächst in der Praxis kennen zu lernen und die Fahrt langsam zu starten.
Den Kindersitz befestigen Eltern am besten über dem Gepäckträger, das beeinträchtigt den Fahrer am wenigsten. Um zu verhindern, dass sich der kleine Mitfahrer die Finger in der Sattelfeder einklemmt, sind spezielle Abdeckungen sinnvoll. 'Der Kindersitz muss Rundumschutz bieten: mit einer ausreichend hohen Rückenlehne, einer Ablage für die Arme und einem Haltesystem für die Beine', rät Rainer Grünbaum. Außerdem sollten die Fußstützen verstellbar sein, so kann der Sitz mit dem Kind 'mitwachsen'. Tipp: Kind und Fahrrad beim Kauf auf jeden Fall mitnehmen - so kann man den Sitz in der Praxis testen. Zudem beim Kauf auf Prüfzeichen wie das GS-Zeichen achten.
Fahrradanhänger bieten oft Platz für zwei Kinder und zusätzlichen Stauraum. Das Fahrrad muss über ausreichend wirksame Bremsen verfügen. 'Der Anhänger darf zudem mit Insassen nicht mehr als 40 Kilogramm wiegen. Das beeinflusst sonst die Fahreigenschaften und die Bremswirkung des Fahrrades zu stark', erklärt Grünbaum. Ein Schutzgitter sollte vorhanden und immer geschlossen sein. Auch im Anhänger muss das Kind sicher angegurtet sein und einen Helm tragen. Weiterhin wichtig: Schon im Geschäft die Kupplung des Anhängers auf Stabilität und leichte Bedienbarkeit testen. 'Der Drehpunkt der Kupplung sollte vertikal auf Höhe der Hinterradachse liegen', erklärt Rainer Grünbaum. Zusätzliche Sicherheit am Anhänger selbst bieten besonders im Dunkeln neben der mindestens vorgeschriebenen Batteriebeleuchtung großflächige Reflexstreifen auf der Plane.
Quelle: pressemitteilungen-online.de
Bild: Lars Plougmann (Flickr)
Bestens geeignet für kurze Strecken mit dem Nachwuchs per Fahrrad ist der Kindersitz. Gerade im alltäglichen Straßenverkehr zeigen sich seine Vorteile sofort: Ein praktisches Rangieren in der Fußgängerzone oder beim Einkaufen. Doch wer sich einen der Sitze zulegen möchte, sollte ein paar Regeln beachten.
Ein Kind, welches auf diesem Wege transportiert wird, darf nicht älter als 6 Jahre sein, oder anders nur 15 Kilogramm wiegen, wenn es vorne sitzt. Kinder bis 22 kg dürfen jedoch im hinteren Teil des Fahrrades mitfahren. Zur Ausstattung vom Fahrradkindersitz gehören ebenfalls verstellbare Fußstützen sowie Feststellgurte für die Füße. Eine hohe Rückenlehne sowie verstellbare Kopfstütze ist für die sichere Sitzhaltung unerlässlich.
Besonders der Drei-Punkt-Gurt (Hosenträgergurt) sorgt für einen sicheren Halt und fixiert gegen Unebenheiten der Fahrbahn gleichermaßen wie ein stoppen mit dem Fahrrad. Der Fahrer des Rades muss mindestens 16 Jahre alt sein, das mitgeführte Kind in jedem Fall einen Fahrradhelm tragen. Die folgenden drei Sitzpositionen sind möglich zur Mitnahme des Nachwuchses auf dem Bike. Die Sitzposition hinter dem Sattel beziehungsweise über dem Gepäckträger ist die empfehlenswerteste. An der Sattelstange befestigt hat der Fahrer genügend Beinfreiheit und schützt das Kind nebenbei vor dem Fahrtwind. Häufig sind bei diesen Modellen verstellbare Rückenlehnen sowie Fußstützen und somit eine optimale Sitzhaltung inbegriffen.
Hinter dem Lenker sitzt der kleine Beifahrer zwar auch gut, kann jedoch entweder den Fahrer ablenken oder eine geringere Beinfreiheit zur Folge haben. Vor dem Lenker einen Kindersitz anzubringen, ist nicht empfehlenswert. Die Lenkung des Rades wird dann zu instabil.
Sie möchten Ihren Kleinen sicher und bequem auf Ihrem Fahrrad mitnehmen, zum Kindergarten oder bei einem Familienausflug? Dann ist ein Fahrrad Kindersitz die ideale Lösung.
Denn der Hartschalensitz bieten einen optimalen Schutz, wenn es unglücklicherweise zu einem Sturz kommen sollte. Das Kind ist nämlich durch sichere Gurte am Körper und an den Füßen fest verbunden. Vergessen Sie aber trotzem nicht den Fahrradhelm für Ihr Kind! Ein sicherer Kindersitz für das Fahrrad wird am Gepäckträger oder am Rahmen montiert. Kindersitze die am Lenker fixiert werden werden in der Regel als gefährlich eingestuft, den bei einem eventuellen Sturz kann der Fahrer auf den Kindesitz prallen. Bei den ersten Fahrradausflügen mit dem neuen Kindersitz sollten Sie sich und Ihrem Nachwuchs genügend Zeit lassen, damit man sich am neuen Fahrgefühl gewöhnt. Fahren Sie zunächst einmal ein Paar Runden um den Block. Insbesondere für das Kind sind am Anfang kurze Runden besser, denn bei zu langen Strecken drohen Nervösität und Langweile. Denken Sie im Frühjahr außerdem an die Regenkleidung! Wann kann ein Kind in einen Fahrradsitz kommen? Grundsätzlich, nur wenn es richtig sitzen kann. Davor müssen Kinder in einer Babyschale im Anhänger transportiert werden. Wenn Sie ihr Kind auf dem Rad mitnehmen, dann denken Sie daran, dass Ihr Fahrrad mehr Last hat, und dass dadurch die Bremsen auch stärker belastet werden. Auch der Reifenluftdruck sollte an das höhere Gewicht angepasst werden. Prüfen Sie außerdem regelmäßig die Halterung und die Reflektoren des Kinderrücksitzes!