Wer ein gebrauchtes Fahrrad kaufen will, der sollte dabei einige Tipps beachten, damit das vermeintliche Schnäppchen ihn nicht teuer zu stehen kommt
Zuerst muss man sich beim Fahrradkauf entscheiden, wofür das Rad verwendet werden soll. Das gilt genauso, wenn man ein gebrauchtes Fahrrad kaufen will. So gibt es mittlerweile passende Radangebote und Ausstattungen für jede Art der Fahrradbenutzung, egal ob es mit dem Drahtesel ins Gelände gehen soll, oder auf Reisen, oder ob das Rad vor allem für den Schul- oder Arbeitsweg gedacht ist.
Ist geklärt, welchem Zweck das gebrauchte Fahrrad dienen soll, kann man schon viel gezielter suchen. Dabei sollte man unbedingt darauf achten, dass das Größenverhältnis zwischen Fahrer und Fahrrad stimmt. Denn nur, wenn Fahrradrahmen und Laufradgröße zur Körpergröße bzw. Beinlänge des künftigen Radler passen, wird dieser später auch Spaß am neuen gebrauchten Fahrrad haben.
Beim Kauf eines gebrauchten Fahrrads sollte man außerdem sicher gehen, dass das Rad über die nach StVZO vorgeschriebene Brems-, Klingel-, Beleuchtungs- und Reflektorenausstattung verfügt. Das dient nicht nur der eigenen Sicherheit, sondern erspart dem Fahrradfahrer bei einer Polizeikontrolle auch ein Verwarngeld.
Bevor man sich entscheidet, ein gebrauchtes Fahrrad zu kaufen, sollte man sich auch vergewissern, dass alle Anbauteile am Fahrrad voll Funktionsfähig sind. Denn wenn Kette, Felgenwand, Bremsklötze oder Reifenprofil bereits stark verschlissen sind, kommen schon bald Reparaturfolgekosten auf den neuen Fahrradbesitzer zu.
Neben der genauen Betrachtung des gebrauchten Fahrrads, lohnt es sich auch, dem Verkäufer einige Fragen zu stellen. Dieser sollte beispielsweise Auskunft darüber geben können, wann, wo und für wieviel er das Fahrrad erstanden hat, wie es bisher eingesetzt wurde, wieso er es verkaufen möchte usw.
Besonders ambitionierte Fahrradfahrer entscheiden sich oftmals für ein Rennrad, das neben einem mehr an Tempo auch ein mehr an Sportlichkeit und Fitness verspricht – da das allerdings auch mit einem mehr an Kosten einhergeht, sollte man einige Tipps zum Rennradkauf beachten
Beim Rennradkauf müssen zahlreiche Entscheidungen getroffen werden, bei denen neben der Technik und den Möglichkeiten des Rennrades auch die eigenen Anforderungen berücksichtigt werden müssen. Dabei geht es neben Rahmen-Materialien und Reifenbreite auch um Sitzposition und Speichenform. 'Das ist eine halbe Wissenschaft', erklärt Andreas Götz vom Bund Deutscher Radfahrer (BDR), warum gute Tipps zum Rennradkauf unerlässlich sind.
Ein Rennrad der Oberklasse kann leicht zwischen 3.000 und 10.000 Euro kosten, allerdings weisen diese dann auch eine Luxusausstattung auf, die für Einsteiger in den Radsport schlicht unnötig ist. Denn durch teure Technik ergeben sich für Rennrad-Neulinge nur wenige Vorteile. Wer auf eine unnötige Ausstattung beim Rennrad verzichtet, kann auch schon für 800 bis 900 Euro ein Rennrad erstehen.
So kann bei einem Einsteigermodell beispielsweise auf den verschwenderischen Einsatz von Karbon verzichtet werden. Bei der Schaltung sollte beim Rennradkauf nicht nur auf die Komponenten, sondern auch auf die Gangzahl geachtet werden. 'Standard ist eine Kombination von zwei Kettenblättern mit der Zähnezahl 53/39', wie Alexandra Kirsch vom ADFC erläutert, eine Alternative für Einsteiger sind Dreifach-Tretlager mit Zahnrädern in den Größen 50/39/30.
Auch wenn man sich im Vorfeld zahlreiche Tipps zum Rennradkauf geholt hat, sollte man auf keinen Fall auf eine Testfahrt verzichten Ein neues Auto würde man ja auch nicht ohne Probefahrt kaufen. Außerdem ist es wichtig, sich genau über den Lieferumfang des neuen Rennrades zu informieren. Hier fehlen beispielsweise oft die Pedale, die jedoch durch geschicktes Verhandeln oft noch rausgeschlagen werden können.
Quelle: n-tv.de, ratgeber-und-tipps.de
Foto: P. Kirchhoff (Pixelio)
Wer sich früher ein neues Fahrrad kaufen wollte, musste sich zwischen Alu- und Stahlrahmen und zwischen Naben- und Kettenschaltung entscheiden, heute macht eine immer größere Vielfalt ein paar Tipps zum Fahrradkauf nötig
Bei der großen Auswahl an Fahrrädern, die man heutzutage im Fahrradladen vorfindet, helfen nur ein paar Tipps zum Fahrradkauf. So muss der Fahrradkäufer zuerst entscheiden, ob er ein Trekking-, Touren-, oder Mountainbike kaufen will, ob er sich besser für ein Crossrad, ein Faltrad oder ein Citybike entscheiden soll, oder ob das Modell der Wahl nicht doch ein klassisches Hollandrad ist.
Um sich für ein bestimmtes Fahrradmodell zu entscheiden, sollten sich Radler vor dem Fahrradkauf überlegen, welchem Zweck das Fahrrad dienen soll. Wer beispielsweise das Fahrrad nur in der Stadt oder auf kurzen Strecken nutzen will, der sollte sich eher für ein Stadtrad entscheiden. Sind längere Touren mit dem Fahrrad geplant, dann sollte es eher ein Reiserad sein.
Bei der Auswahl der richtigen Rahmengröße und der richtigen Größe des Laufrades kann der Fachhändler wertvolle Tipps beim Fahrradkauf geben. Er hilft auch dabei, die Ausstattung des Fahrrads festzulegen. Hierbei sollte man auf jeden Fall darauf achten, dass alle Komponenten von Schaltung, über Kettengarnitur bis hin zu den Bremsen hochwertig sind, denn eine gute Schaltung alleine, macht noch kein gutes Fahrrad.
Wer sich beim Fachmann ein paar Tipps zum Fahrradkauf holt, der findet sicher das passende Modell und kann sich schon bei einer Probefahrt beim Händler überzeugen, welches Fahrrad das richtige ist.
Quelle: n-tv.de, fahrrad-sport.net
Foto: Markus Kräft (Pixelio)
Fahrräder mit elektrischer Unterstützung erfreuen sich immer größerer Beliebtheit – doch Vorsicht: Beim Umstieg aufs Elektrorad müssen Radler sich auf ein verändertes Fahrverhalten einstellen
Generell gibt es zwei Typen von Fahrrädern mit elektrischer Unterstützung: Pedelecs und E-Bikes. Dabei kann beim E-Bike die Leistung des Elektromotors wie bei einem Mofa durch Drehen am Lenkergriff geregelt werden. Das E-Bike erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h und erfordert ein Versicherungskennzeichen und einen Mofa-Führerschein.
Weiter verbreitet ist das Pedelec, bei dem ein Elektromotor den Fahrer beim Tritt in die Pedale lediglich unterstützt. Mit Motorunterstützung darf die Höchstgeschwindigkeit beim Pedelec 25 km/h nicht überschreiten, dann schaltet der Motor ab.
So wird also bei den Fahrrädern mit elektrischer Unterstützung eine wesentlich höhere Geschwindigkeit erreicht, als beim normalen Fahrrad, bei dem die Durchschnittsgeschwindigkeit etwa bei 15 km/h liegt. Auf die höhere Geschwindigkeit müssen sich Radler beim Elektrorad erst mal einstellen.
Auch das höhere Gewicht der Elektroräder, das unter anderem für einen längeren Bremsweg sorgt, bedeutet eine Umstellung für den Fahrradfahrer. 'Insgesamt gilt, dass eine vorausschauende Fahrweise ratsam ist', so Bastian Roet, Verkehrssoziologe des Automobilclubs von Deutschland (AvD) in Frankfurt/Main. Außerdem ist es sehr ratsam, beim Fahren auf einem Pedelec einen Fahrradhelm zu nutzen.
Mit ein bisschen Übung stellen die Fahrräder mit elektrischer Unterstützung auf jeden Fall eine Alternative dar für Fahrradfahrer, die sich auf dem Weg zur Arbeit nicht überanstrengen wollen, aber trotzdem schnell voran kommen wollen oder für Fahrradfahrer, die sich auf bergigen Strecken unterstützen lassen wollen oder einen Anhänger mit sich ziehen müssen. Außerdem kann ein Elektrorad auch aus gesundheitlichen Gründen vorteilhaft sein.
Laut der aktuellen Statistik des Bundeskriminalamts (BKA) wurden in Deutschland allein 2008 358.049 Fahrräder gestohlen – wer sein Rad liebt, der sollte daher folgende Tipps gegen Fahrraddiebstahl beachten
Vor allem wenn man bedenkt, dass nur 10,5 Prozent aller Fahrraddiebstähle aufgeklärt werden können, sollte man versuchen, es gar nicht erst soweit kommen zu lassen und sein Rad gegen Fahrraddiebstahl schützen. Der beste Weg dazu ist ein sicheres Fahrradschloss.
Sicherheitsschlösser für Fahrräder gibt es in verschiedenen Ausführungen. Dabei reicht die Bandbreite vom Kabel- über das Bügelschloss bis hin zur Schlosskette und dem Bügelschloss. Spiral- oder Kabelschlösser sind zwar bei Fahrradfahrern wegen ihrer Flexibilität sehr beliebt, doch wer unsere Tipps gegen Fahrraddiebstahl beachtet, der entscheidet sich statt dessen für ein stabileres Bügelschloss, das Fahrraddieben die Arbeit wesentlich erschwert.
Hat man sich erstmal das richtige Fahrradschloss besorgt, muss man es aber auch noch richtig verwenden. Am sichersten gilt es dabei, das Schloss so anzusetzen, dass es den Rahmen sowie das Vorder- oder gegebenenfalls das Hinterrad gemeinsam an einem festen Gegenstand anschließt. Auf diese Weise wird verhindert, dass ein Fahrraddieb den Drahtesel einfach samt Schloss wegträgt, oder sich das ungesicherte Vorderrad unter den Nagel reißt.
Die Polizei gibt in ihrem Faltblatt 'Guter Rat ist nicht teuer. Und der Verlust Ihres Rades?' nicht nur Tipps gegen Fahrraddiebstahl, sondern weist auch darauf hin, wie Fahrradbesitzer im Fall der Fälle helfen können, das gestohlene Rad wieder zu bekommen. Dazu gehört es, Daten wie die Rahmennummer im Fahrradpass einzutragen und diesen sorgfältig aufzubewahren. Auch die Codierung des Fahrrads durch Fachleute hilft dabei, das Rad im Zweifelsfall zu identifizieren.
Gerade für Profiradfahrer aber auch für Hobby-Radler sind Handschuhe häufig unerlässlich, gerade bei langen Strecken haben sie besondere Vorteile. Wo sie im Herbst oder Frühling gegen den kalten Fahrtwind wärmen, nehmen sie im Sommer den Schweiß des Fahrers auf.
Bei längeren Touren lohnen sich Handschuhe auch für Laien, sie verhindern ein Scheuern am Lenker und beugen Schwielen und Blasen vor. Für Fahrer, die das Gefühl für den Griff nicht verlieren wollen, empfehlen sich Handschuhe mit halben Fingern. Das Bremsen sollte so kein Problem sein, gerade wenn man das lange Greifen sonst nicht gewohnt ist. Wer auch im Winter fährt, sollte sich jedoch für die komplette Bekleidung und geschlossene Radhandschuhe entscheiden. In dieser Jahreszeit werden die Finger eher kalt, wenn sie nicht in Handschuhen stecken.
Fahrradhandschuhe sind gepolstert, um Druckstellen und Schmerzen zu verhindern. Oftmals ist es die Oberseite des Textils, die atmungsaktiv und mit Löchern versehen ist. Bei heißem Wetter sollte also kaum Schweiß fließen, wenn man sich für gute Handschuhe entscheidet. Diese Modelle erkennt man auch an einer Frotteeauflage am Daumen, wo sich der Radler den Schweiß abwischen kann. Unterschiede werden hier häufig in der Dicke der Polsterung gemacht, sowie auch im Material.
Wo Kunststoff sich leicht reinigen lässt, schützt er oftmals nicht ausreichend. Dafür sind die teureren Lederhandschuhe angenehm zu tragen und sehr robust. Achten sie darauf, ob sich die Handschuhe auch in der Waschmaschine waschen lassen. Für ein neues Fahrgefühl sollten es auch einmal Gelegenheitsfahrer einmal versuchen, sie werden überrascht sein!
Quelle: radbekleidung.eu
Bild: Paul Watson (Flickr)